Der Schulterspitz, auch bekannt als Rinfleisch, hat eine lange Tradition in der österreichischen Küche, die bis in die K&K Zeit zurückreicht. Während dieser Epoche war Österreich-Ungarn für seine opulenten Bankette und raffinierten Speisen bekannt, die oft von der kaiserlichen Küche inspiriert waren. Es wird gesagt, dass Kaiser Franz-Josef von Österreich-Ungarn ein besonderes Faible für den Schulterspitz hatte und ihn regelmäßig genoss. Dieses herzhafte und zarte Stück Fleisch, das langsam in Rot- und Portwein geschmort wird, könnte leicht als ein Leibgericht des Kaisers angesehen werden.
Die Zubereitung von Brasato mit Schulterspitz ist ein Zeugnis für die opulente und reichhaltige Küche der K&K Zeit. Durch die Verwendung von Rotwein und Portwein erhält das Gericht einen aristokratischen Hauch, der perfekt zur kaiserlichen Tafel passen würde. Diese Verbindung zwischen einem traditionellen österreichischen Gericht und der Vorliebe des Kaisers verleiht diesem Rezept eine historische Note und macht es zu einem kulinarischen Erlebnis, das die Pracht vergangener Zeiten wiederaufleben lässt.
Zutaten für 4 Personen
- 1 kg Schulterspitz (Rinfleisch)
- 1 Liter Rotwein
- 1 Liter Portwein
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Zwiebel
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 100 g Butter
- 200 g Polenta
- 500 ml Rindsuppe (oder Gemüsebrühe)
- 100 ml Sahne
- Eine Prise Muskatnuss
- 50 g Parmesan
- Optional: Zitronensaft für die Soße
- Frische Petersilie zum Garnieren
Anleitung:
- Den Schulterspitz gründlich mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Die Knoblauchzehe und die Zwiebel schälen und grob hacken.
- In einem großen Topf den Schulterspitz mit etwas Öl scharf anbraten, bis er rundherum braun ist. Dabei darauf achten, dass die Knoblauch- und Zwiebelstücke ebenfalls leicht angebräunt werden. Unbedingt darauf achten, die Schalen von Knoblauch und Zwiebel zu entfernen, da sie sonst dem Gericht einen korkigen Geschmack verleihen könnten.
- Sobald das Fleisch gut angebraten ist, den Rotwein und den Portwein hinzugießen. Die Hitze erhöhen und die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und das Fleisch bei 140 Grad Umluft etwa 3-4 Stunden langsam schmoren lassen. Die Garzeit kann je Gewicht des Fleisches variieren.
- Während das Fleisch schmort, die Polenta zubereiten. Dafür die Rindsuppe (oder Gemüsebrühe) in einem separaten Topf zum Kochen bringen. Die Polenta unter ständigem Rühren einrieseln lassen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Die Sahne und eine Prise Muskatnuss hinzufügen und gut vermischen. Nach Bedarf Salz und Pfeffer hinzufügen.
- Den Parmesan in die Polenta einrühren und gegebenenfalls etwas zusätzliche Flüssigkeit hinzufügen, falls die Polenta zu trocken wird. Die Polenta warm halten, bis das Fleisch fertig ist.
- Nachdem das Fleisch etwa 3-4 Stunden geschmort hat, das Fleisch aus dem Topf nehmen und warm halten. Die Soße im Topf reduzieren, bis sie leicht eingedickt ist.
- Butter nach und nach in die reduzierte Soße einrühren, bis sie eine glatte Konsistenz hat. Eventuell mit etwas Zitronensaft abschmecken.
- Das Fleisch in Scheiben schneiden und auf einer Servierplatte anrichten. Die Polenta auf der Platte verteilen und das Fleisch darauf platzieren. Die Soße großzügig über das Fleisch und die Polenta gießen.
- Die Brasato mit frischer Petersilie garnieren und servieren. Genießen Sie dieses köstliche italienische Gericht!
Lassen Sie sich von den Aromen und Texturen dieses traditionellen italienischen Gerichts verzaubern.
Bevor Sie jedoch Ihre kulinarische Kreation probieren, hier noch ein paar letzte Hinweise:
- Servieren Sie das Brasato heiß, um den vollen Geschmack zu genießen. Begleitet von der cremigen Polenta und der reichhaltigen Soße wird dieses Gericht Ihre Sinne verwöhnen.
- Ein Glas des gleichen Rotweins, den Sie zum Kochen verwendet haben, ergänzt das Gericht perfekt und rundet das Geschmackserlebnis ab.
- Sie können das Gericht nach Belieben mit frisch gehackter Petersilie oder einem Hauch geriebenem Parmesan garnieren, um ihm eine zusätzliche Geschmacksebene zu verleihen.
Genießen Sie jeden Bissen dieses festlichen Gerichts, das mit Liebe und Sorgfalt zubereitet wurde. Und denken Sie daran, dass es nicht nur ein einfaches Essen ist, sondern auch ein Stück Geschichte, das Sie mit jedem Löffel erleben. Guten Appetit und lassen Sie es sich schmecken!
